Aktuelles aus Boende

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Spender- Dank Neujahr 2026

Kirchen- und Schulpartnerschaft Boende Stand Winter 2025/2026

 

Immer wieder werde ich gefragt, wieweit die Unruhen im Kongo unsere Freunde treffen: Nein, die Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo betreffen unsere Freunde und Projekte nicht! Der Krieg tobt seit Jahren im Osten des Landes, Indirekte Folgen wie Inflation und Teuerung umgehen natürlich auch die Region Tschuapa nicht.

Aber das Kriegsgeschehen als solches befindet sich wie gesagt im Osten.


Anfang Oktober war bei uns in Letmathe ein ganz besonderer Gast. Dr. Yoursen Bosolo ist ein Schüler des Arztes und kongolesischen Friedensnobelpreisträgers Dr. Denis Mukengere Mukwege. Als Leiter der Gesundheitsabteilung der CDCC und Gesundheitskoordinator der Gesamtkirche ist Dr. Bosolo auf dem Gesundheitssektor unser entscheidender Ansprechpartner für die Projektarbeit mit unseren Partnerschaftskirchenkreisen in Boende und Lofoy. Er koordiniert z.B. das nun schon seit sechs Jahren sehr erfolgreich laufende Programm gegen Mangelernährung. Er fährt jährlich mit einem genialen aber total primitiven Ambulanzboot (zwei Einbäume nebeneinander, fixiert und verbunden mit einer Plattform) 33 Kirchenkreise und ihre Gesundheitsstationen ab und behandelt – an Land – die Menschen. Es ist unglaublich und überwältigend, was viele Menschen im Kongo unter schwierigsten Bedingungen auf die Beine stellen!


Unsere Kirchenkreise Boende und Lofoy liegen nicht an seiner Bootsroute, sie werden aber - mit einem normalen Einbaum, per Motorrad und zu Fuß - auch jährlich von ihm besucht. Er hat dementsprechend den besten Überblick über die medizinischen Belange und „unserer“ Krankenstationen mitsamt Personal. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie wir ihn mit Fragen löcherten!

Jetzt endlich verstehe ich, warum in Bonsombo das Mangelernährungshaus für die Kinder immer noch nicht fertig eingerichtet ist: der Transport der meisten Baumaterialien und Einrichtungsgegenstände erfolgt per Einbaum bzw. auf den Schultern starker Männer. Zement z.B. muss über Kinshasa transportiert werden auf Lastwagen; vor und in Kinshasa sind aber viele Straßen gesperrt oder vom Verkehr verstopft. Das Haus ist weitgehend fertig gebaut, der Rest kommt, das Geld ist dank nobler Spender 2024 vorhanden.

 

„Unser“ Bethlehem-Botsini mit José entwickelt sich weiterhin immer mehr zum Leuchtturm der Region. Weit und breit gibt es keine Krankenstation oder sogar Krankenhaus, wo ein Programm gegen Hunger und Mangelernährung so effizient und erfolgreich organisiert ist. Sogar die Ärzte aus dem übergeordneten Krankenhaus in Boende schicken ihre Patientinnen und Patienten zu José.

Im November war dann noch ein zweiter, sehr inspirierender Gast bei uns in Letmathe: Laurent Kabuyaya, der agrar-ökonomische Mitarbeiter der Jüngerkirche, der bereits letztes Jahr Schulungsgärten eingerichtet hatte. Er erhielt Führungen durch den Schulgarten der Bartholomäusschule, auf dem den Stiftungshof in Kalthof und zuletzt auch noch über den Hof Drepper. Und er war in höchstem Maße interessiert und tief beeindruckt.


In unseren Partnerkreisen sind Schulungsgärten angelegt und tragen Früchte; die Planung von Schulgärten ist beendet, die ersten Samen liegen in der Erde. Mittelfristig ist natürlich geplant, dass der Ertrag der Gärten ins Mangelernährungsprogramm läuft, das wäre super und würde unter anderem unsere Finanzen entlasten. Außerdem lernen durch diese Schulgärten bereits die Kinder wie man den Boden bestellt, Saatgut nutzt und Ernten sichert – das sind Samen der Hoffnung, die weit über eine Saison hinauswirken. In anderen Kirchenkreisen wurden bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.


Ein langfristiges Ziel ist eine Schulspeisung. Eine gesunde warme Mahlzeit täglich für jedes Kind.

Begonnen haben wir mit dem Ackerbauprojekt und jetzt mit dem Besuch von Laurent in der Mensa der Bartholomäusschule.

Er ist begeistert von der Idee, findet die Umsetzung schwierig wegen der Menge der benötigten Lebensmittel.

Aber in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass unsere Arbeit kein Tropfen auf dem heißen Stein ist, sondern eher ein steter Tropfen der den Stein aushöhlt und manchmal der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Also machen wir fröhlich und hoffnungsvoll weiter!


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Unsere Schulpartnerschaft

Grundschule Salongo in Boende – Grundschule Bartholomäus in Oestrich

 

Anlässlich eines Schulfestes am 28.5.94 mit dem Thema „Kinder in aller Welt“ wurde uns durch Burckhardt Hölscher, Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Letmathe, eine afrikanische Trommelgruppe vermittelt, die bei uns auftrat. Der führende Kopf dieser Gruppe war Pastor Kabemba, der für insgesamt sechs Jahre als ökumenischer Mitarbeiter aus dem Kongo bei der VEM Wuppertal tätig war. Die Gruppe begeisterte Schüler, Eltern und Lehrer mit ihrer Gesangsfreude, ihrem Rhythmusgefühl und ihrer positiven Ausstrahlung. Die Idee kam auf, eine Partnerschaft zu der Grundschule Salongo in Boende aufzubauen. (Seit 1986 unterhält der evangelische Kirchenkreis Iserlohn eine Partnerschaftsbeziehung zu den kongolesischen Kirchengemeinden Boende/Lofoy.)

Die Idee wurde in die Tat umgesetzt.


In den vergangenen 24 Jahren haben wir immer wieder Aktionen zugunsten unserer Partnerschaftsschule durchgeführt.

Wir haben den afrikanischen Kindern Briefe geschrieben, Fotos von der Bartholomäusschule und den Kindern geschickt und Geld gesammelt. Da Boende mitten im tropischen Regenwald liegt, war es nie einfach die Verbindung aufrecht zu erhalten.

Es dauert in der Regel sehr lange, bis unsere Briefe bzw. das Geld ankommen und bis wir Antwort aus Boende erhalten


In den Kriegswirren der Jahre 1997 bis 2002 wurde auch in unserer Partnerschaftsgrundschule viel zerstört.

Unsere Spenden halfen das Schulgebäude zu renovieren. Das Dach wurde neu gedeckt und Schulmöbel konnten hergestellt werden.

Im September 2005 besuchte uns eine afrikanische Delegation, darunter war der Schulleiter der Schule „Salongo“, Bolaa Ibanga.

Im März 2010 reiste eine Delegation des Partnerschaftskreise Iserlohn in den Kongo, darunter auch eine Lehrerin unserer Schule.

Die Delegation besuchte auch die Grundschule Salongo.

Anlässlich dieses Besuchs wurde das Thema „Afrika“ in einer Projektwoche, die vom 16.11. bis 20.11. 09 stattfand, behandelt.


Diese Projektwoche stellte ein besonderes „Highlight“ unserer Partnerschaftsbeziehung dar. Alle Schüler und Schülerinnen unserer Schule setzten sich intensiv mit den Lebensbedingungen afrikanischer Kinder auseinander. Sie erfuhren, wie die Kinder in Afrika wohnen, wie sie spielen, welche Nahrungsmittel zur Verfügung stehen. Sie erfuhren durch Filme und kindgerechte Bücher, welche Probleme die Menschen haben und wie sie sie bewältigen. Sie erkannten die Notwendigkeit, ihnen zu helfen.


Natürlich spielt das Thema „Afrika“ bei uns auch im „normalen“ Unterricht eine Rolle. Vor allem im Religionsunterricht und im Sachunterricht wurde und wird den Kindern regelmäßig die Partnerschaftsbeziehung zu der Schule im Kongo nah gebracht.

Große Unterstützung erfahren wir durch die VEM Wuppertal, die uns z.B. einen Referenten schickte, der Dias aus dem

kongolesischen Regenwald zeigte.


In manchen Schuljahren gibt es sogar eine eigenen Afrika-AG, in der sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit verschiedenen Aspekten der Partnerschaft auseinandersetzen und Kontakte pflegen.

Gelegentliche Delegationen aus dem Kongo - so auch der Besuch des Schulleiters von der Grundschule „Salongo“- vertiefen unsere Partnerschaftsbeziehung.


Die Bedeutung dieser Partnerschaftsbeziehung wird in unserem Schulprogramm hervorgehoben.

Der Förderverein unserer Schule unterstützt die Grundschule Salongo regelmäßig mit Geld, das aus dem Verkauf von Getränken und Essen auf Schulfesten und anderen Aktionen stammt. Wir hoffen sehr, dass wir auch in Zukunft den Kontakt zu unserer kongolesischen Partnerschule - trotz der schwierigen Bedingungen - aufrechterhalten können. Die Schüler erlangen Verständnis für die kongolesischen Kulturen und Lebensweisen. Sie lernen auch, wie „vernetzt“ die Menschheit ist.

Sie erkennen, dass z.B. die Abholzung des tropischen Regenwaldes nicht nur die dortigen Menschen betrifft, sondern globale Auswirkungen hat. Besonderen Eindruck machte den Kindern der Besuch einer Mitarbeiterin eines Eine-Welt-Ladens.

Anschaulich erzählte sie von der Bedeutung eines fairen Handels mit Produkten wie z.B. Kakao und Kaffee.


2018 erhielten wir für unser Engagement den VEM-Partnerschaftspreis für ein Projekt „Unsere Mütter – Eure Mütter“ und feierten ein großes Schulfest, bei dem ein Schwerpunkt unsere Partnerschaft war. Es gab viele verschieden Angebote für Eltern und Kinder mit Ständen von Brot für die Welt mit dem Smoothie-Bike, Trommel-Aktionen und ausführlichen Informationen über unsere Schul-Partnerschaft. Es ist schön, dass unsere langjährige Partnerschaft auch von der Vereinten Evangelischen Mission durch den Preis und 2000€ die wir spenden konnten wertgeschätzt wurde.


Wir haben es durch gezielte Kampagnen und Informationen geschafft, die Eltern zum Spenden für den Brunnen und die neuen Gebäude der Grundschule Salongo anzuregen. Viele Schüler verkauften in Eigeninitiative gebastelte Dinge und spenden die Einnahmen für unsere Partnerschaftsgrundschule. 


Nachdem in den letzten Jahren Gebäude und Sanitäranlagen unserer Partnergrundschule renoviert und neu gebaut wurden unterstützen wir aktuell ein Programm für Schulgärten. Diese sollen die Familien der Schülerinnen und Schüler unterstützen und Mangelernährung entgegenwirken. Dazu kam der Beauftragte für die Schulgärten im November 2025 zum Austausch nach Iserlohn und besuchte auch unsere Schule und unseren Schulgarten.



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